Heilung

Ein ‚Erntedank‘ an all die Medizinpflanzen

                                                                                                                         

                                                                                                          

Die Abendstunden sind schon wieder dunkel, und ein kalter Wind zieht um den Hof.  Früh morgens lag eine erste zarte Eisschicht in der Regenwasserwanne, in der vor ein paar Tagen noch die Kinder planschten. Langsam verbringen wir wieder mehr Zeit im Haus, das Holzofen anschüren wird bald schon wieder vertraute Routine werden.

Es ist an der Zeit, die sommerlichen Schätze winterfest zu machen… über das Jahr hinweg getrocknete Kräuter und Blüten, für die Räucherungen in den dunklen Winterstunden. Daraus werden, zusammen mit weiteren duftenden Elementen wie Harze und Weihrauch, wohltuende Räuchermischungen gezaubert.

Herstellung einer Räuchermischung zur *Reinigung* von Raum und Geist mit Fichtenharz, Weihrauch, Salbei, Beifuss, Eisenkraut, Rosmarin,Wacholderbeeren und Drachenblut

Die heilende Wirkung und Energie der Pflanzen nehmen wir ja traditionell in verschiedensten Formen in unseren Organismus auf –als Tee, Salben – oder eben über den Rauch, direkt durch die Nase. Die Bestandteile der Pflanze lösen sich und steigen auf. So gelten sie auch als Boten zwischen Himmel und Erde.

Über die letzten Jahre hinweg ist das Räuchern, als Hausräucherung, in meinem Zimmer, oder wo ich mich eben gerade aufhielt, nach und nach zum abendlichen Ritual geworden. Den Tag abschließen. Zur Ruhe kommen. Vor dem Schlaf den Raum und die Gedanken reinigen. Loslassen. Danken.

Ich spürte im Laufe der Zeit immer mehr, wie sich durch das Räuchern Schwingungen und Muster aus Räumen reinigen und verändern lassen. Wie man Räume dadurch mit bestimmten Energien und Essenzen anreichern kann. Ich fing auch an, bewusster wahrzunehmen, wenn sich in Räumen verwirrte Emotionen in Form von Schwingungen über lange Zeit festgesetzt haben, dicht und erdrückend wirken, eine Schwere herbeiführen. Im gleichen Zuge wurde mein Gespür sensibler für Orte, die stärkend und aufbauend wirken – vor allem Kraftorte in der Natur.

Ich lernte ebenso die unterstützende, heilende und ehrende Wirkung der Räucherungen bei prägenden Lebensereignissen zu schätzen. Und, anknüpfend an uralte Traditionen, an bestimmten Tagen des Jahreskreises, die für Übergänge/Transformation stehen, wie die Sonnenwenden oder die Rauhnächte.

In diesem Sinne, und in Vorfreude auf reinigende, harmonisierende und energetisierende Rauchschwaden in der Luft, ein Dank an unseren blühenden, wilden Garten, die Wiesen mit all den Medizinpflanzen auf den Hügeln, die Sonne, den Regen, und überhaupt… alles was Mutter Erde uns schenkt. Aho!

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