Räucherwerk

Ihr Lieben,

seit einiger Zeit nun schon beschäftige ich mich mit Heil- und Ritualpflanzen, und deren Wirkung auf den menschlichen Organismus, physisch und auf energetischer Ebene. Räucherungen faszinieren mich seit jeher besonders – aufgrund des transformierenden Charakters durch das Element Feuer.
Da beim Räuchern feinstoffliche Informationen freigesetzt werden, die direkt auf unser System wirken, ist es mir wichtig, dass das Räucherwerk hundertprozent natürlich ist und die Pflanzenbestandteile auch energetisch möglichst „clean“ sind, sprich wenn es geht regional und, wenn nicht selbst gesammelt, aus biologischem Anbau kommen. Aus diesem Grund benutze ich keine selbstzündende Räucherkohle und nehme auch Räucherstäbchen genau unter die Lupe 😉

Ich bin dazu übergegangen, Räuchermischungen selbst zu erstellen, und habe gute Bezugsquellen auftun können, die einen ähnlichen Ansatz haben.
Und nun ist es soweit: Ich möchte meine Schätze mit euch teilen!

Meine allerliebste Ritualpflanze ist definitiv der Beifuss. Und so bildet er, achtsam geerntet und bei uns am Hof getrocknet, die Grundlage der Mischungen.

Beifuss

Mit seinen regionalen Unterschieden gilt der Beifuss seit jeher als mächtiges Räucherwerk und schamanisches Hilfsmittel in den verschiedensten Kulturen. W.-D. Storl bezeichnet ihn als Kraut des Übertritts. Er hat eine stark reinigende und öffnende Wirkung. Öffnend auf die Seele für hohe Schwingungen einerseits – aber auch auf den weiblichen Unterleib, daher ist er ebenso ein altbekanntes Frauenkraut. 

Mich selbst hat Beifuss (artemisia annua) in Form einer Tinktur einst vor Malaria bewahrt. Ich bin sehr froh und dankbar darüber, eine so wirksame Pflanzenmedizin zur Verfügung zu haben.

Wacholder

Auch der Wacholder ist eine der ältesten, vielfach genutzten Ritualpflanzen. Er gilt als Schutzkraut und soll böse Einflüsse fernhalten. In den Alpenregionen wird er seit Urgedenken zusammen mit Beifuss in den Rauhnächten geräuchert, um Haus und Stall zu desinfizieren und mit neuer Lebensenergie zu füllen. Der Baum kann bis zu 800 Jahre alt werden!

Weihrauch

Weihrauch …wo fängt man hier an? Er galt bereits im alten Ägypten als medizinisches Wundermittel, und ist vor allem für seine entzündungshemmende und desinfizierenden Wirkung bekannt. Einige Sorten eignen sich fantastisch als Kaugummi, nur mit all den gesundheitlichen Vorzügen!

Mit den Wirkungsweisen der Pflanzen lassen sich Bände füllen… Ich versuche mich hier auf ein Minimum zu beschränken, doch die weiteren Bestandteile in den Mischungen sind nicht von minderer Bedeutung. Jedes eingesetzte Kraut und Harz verleiht einer Räuchermischung eine weitere besondere Qualität. Bei uns am Riedlhof kommen sie regelmäßig bei Singkreisen, Heilkreisen, Feuerzeremonien und zur Hausreinigung zum Einsatz.

Riedlhof Räuchermischungen

* Reinigung *

von Raum und Geist mit Beifuss, Salbei, Fichtenharz, Weihrauch, Wacholderbeeren, Eisenkraut, Rosmarin und Drachenblut

* Rauhnächte *

für die Zeit zwischen den Jahren mit 12 ausgewählten Pflanzen/Harzen:
Beifuss, Salbei, Wacholder (Beeren, Nadeln, Holz), Weihrauch, Fichtenharz, Engelwurz, Holunder (Blüten und Beeren), Lorbeerblättern, Mistelkraut, Nelken, Zimt, Lavendel

Alle Bestandteile der Räuchermischungen sind 100% naturrein, die Wildkräuter aus eigener Sammlung oder bio-zertifiziert.

Ein Glas beinhaltet 70ml feinstes Räucherwerk. Bei Interesse bitte über das Kontaktformular anfragen.

Zum Räuchern

Das Räuchern ist vermutlich so alt wie die Menschheit. In alten Kulturen wurden seit jeher Pflanzenbestandteile (aromatische Baumharze, Hölzer, Kräuter, Blüten) mit ihren heilenden Wirkstoffen verbrannt, um beispielsweise Göttern zu danken, rituelle Handlungen zu begleiten, Räume/Ställe zu desinfizieren, oder schlicht um sich von negativen Anhaftungen zu lösen.

Beim Verbrennen von Kräutern und Harzen wirkt das Feuer als Verwandler. Die grobstofflichen Substanzen der Pflanze werden durch den Kontakt mit dem Feuer umgewandelt in Rauch, der ihre Essenz auf eine feinstoffliche Ebene trägt. Eine Verbindung mit höheren und feineren Ebenen wird möglich. Übrigens: Düfte, Gerüche, gelangen direkt zu unserem limbischen System, das Herzstück unserer Gefühlswelt. Wir kommen unseren Themen näher, spüren Klärung und Öffnung. So wirken die Heilkräfte der Pflanzen auf Körper, Geist und Seele.

Räucherungen, insbesondere eingebettet in Rituale, lassen uns tief in unser Innerstes blicken und erinnern uns daran, sich wieder auf die einfachen und wesentlichen Dinge des Lebens zu besinnen.

Ihr merkt schon, ich könnte ewig über dieses Thema schreiben…
In diesem Sinne – räuchert fleissig, rückt zusammen, und seid für einander da!

Aho!

Eure Geli